Berlin: Zum gemeinsamen Verbringen des Wahlabend am 20. September 2026 lädt die Selbstbestimmt Leben Bürogemeinschaft für Sonntag, den 20. September 2026, ab 16:00 Uhr in die Zimmerstraße 26/27, Eingang C, 2. OG in 10969 Berlin ein. „Wir wollen uns gemeinsam die Wahlergebnisse der Berliner Abgeordnetenhauswahl sowie der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern anschauen. Uns ist wichtig, an diesem Abend nicht allein zu sein. Wir möchten schon vor den ersten Ergebnissen Zeit haben, miteinander ins Gespräch zu kommen, uns auszutauschen und gemeinsam auf den Wahlabend zu schauen. Auch während und nach den Ergebnissen möchten wir miteinander diskutieren, Gedanken teilen und füreinander da sein. Wir möchten es uns dabei gemütlich machen. Bringt deshalb gerne ein paar Snacks zum Teilen und vielleicht das eine oder andere Getränk mit. Für Wasser und Kaffee ist gesorgt. Eine barrierefreie Toilette ist vorhanden“, heißt es in der Ankündigung.

Die Selbstbestimmt Leben Bürogemeinschaft besteht aus der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), dem Verein aktiv und selbstbestimmt (akse), dem Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos), der Selbstbestimmt Leben Unabhängig Gemeinsam GmbH (Slug), dem NETZWERK ARTIKEL 3, der Liga Selbstvertretung und der Genossenschaft behinderte Arbeitgebende (GbA Bund).

Das Treffen findet statt am Sonntag, 20. September 2026, ab 16:00 Uhr in der Zimmerstraße 26/27, Eingang C, 2. OG, in 10969 Berlin

Die Handreichung „Zivilgesellschaft ist nicht neutral“ soll Antworten auf diese Fragen geben: Was ist mit Neutralität gemeint? Wie können sich Vereine und andere Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft demokratisch positionieren? Die vom Verein „Weiterdenken“ der Heinrich Böll Stiftung Sachsen herausgegebene Broschüre möchte klarstellen und ermutigen: Eine demokratische Gesellschaft ist nichts Neutrales und für die allermeisten Handelnden „gilt kein Neutralitätsgebot, sondern ein Demokratiegebot. Zivilgesellschaft und Engagement sollten sich an der Menschenwürde, den Grundrechten und der Vielfalt ausrichten.“

Besonders für Vereine ist dies ein Orientierungspunkt. Vereine organisieren, gestalten und fördern einen beachtlichen Teil des Zusammenlebens und machen für viele Menschen Gesellschaft erlebbar und lebenswert. Sie sind Teil der Zivilgesellschaft und genießen Ansehen in Gesellschaft und Politik, wie es auch im Vereinsrecht zum Ausdruck kommt. Gerade daher dürfen und müssen Vereine Haltung zeigen für die Demokratie. (Quelle: Weiterdenken) Die Handreichung „Zivilgesellschaft ist nicht neutral“ soll Antworten auf diese Fragen geben: Was ist mit Neutralität gemeint? Wie können sich Vereine und andere Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft demokratisch positionieren? 

Link zur Handreichung:

nicht_neutral_digital_251028_rz_mq.pdf

Kassel: Der Schock sitzt bei vielen, so auch bei behinderten Menschen, nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt tief. Um damit umzugehen und nach Handlungsmöglichkeiten zu suchen, könnte die Tagung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) und des Projekt „Aktiv Teilhabe gestalten“ des Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) am 16. und 17. Oktober 2026 in Kassel interessant sein. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Nicht neutral! Haltung zeigen und Inklusion verteidigen“. „Wir erleben derzeit, wie ausgrenzende, ableistische und rechte Einstellungen wieder stärker werden. In politischen Debatten und gesellschaftlichen Diskussionen geraten Teilhabe, Selbstbestimmung und Rechte zunehmend unter Druck. Viele Aktivist*innen und Selbstvertreter*innen berichten außerdem von Anfeindungen im Alltag, in sozialen Medien oder bei öffentlichen Events. Mit unserer zweitägigen Veranstaltung wollen wir Raum schaffen, um über diese Entwicklungen ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam wollen wir Erfahrungen austauschen, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen einordnen und darüber diskutieren, wie wir uns gegenseitig stärken und solidarisch handeln können“, heißt es in der Ankündigung der bundesweiten Veranstaltung, für die die Anmeldung noch möglich ist.

„Freut euch auf Vorträge, Diskussionen und Workshops, sowie viel Zeit für Austausch und Vernetzung mit anderen Aktivist*innen, Selbstvertreter*innen und Expert*innen in eigener Sache“, heißt es weiter in der Veranstaltungsankündigung.

Wann? 16.–17. Oktober 2026

Wo? Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab), Samuel-Beckett-Anlage 6, 34119 Kassel

Am Freitag wird die Tagung per Livestream übertragen, so dass auch eine Online-Teilnahme an diesem Tag möglich ist. Der Stream steht sowohl der Online-Community als auch Teilnehmenden vor Ort zur Verfügung, die das Programm in einer reizärmeren Umgebung verfolgen möchten.

Kosten? Die Teilnahme ist kostenlos. Durch eine Projektförderung kann das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) auf Antrag anteilig Übernachtungs- und Reisekosten rückerstatten.

Anmeldung und weitere Informationen:

Alle Informationen zur Veranstaltung sowie das Anmeldeformular gibt’s auf der bifos-Website unter: www.bifos.de/nicht-neutral-haltung-zeigen-und-inklusion-verteidigen/

Kontakt:

Bei Fragen zur Veranstaltung wendet euch gerne an

Juliane Harms vom bifos

E-Mail: juliane.harms@bifos.de

Tel: 0160 12 80 4 88

„Wir freuen uns auf zwei Tage voller Begegnungen, Diskussionen und neuer Impulse. Wir danken der Aktion Mensch für die Projektförderung“, heißt es abschließend in der Einladung zu dieser Veranstaltung.

Berlin: Nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt hat die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, Betroffene dazu aufgerufen, sich nicht einschüchtern zu lassen, Angriffe zu melden und bei Diskriminierungen Hilfe zu holen. „Für viele Menschen ist dieses Ergebnis ein Schock. Sie haben Angst – vor allem Menschen mit Behinderungen, Migranten und ihre Nachkommen, queere Menschen sowie jüdische und muslimische Menschen. Sie fürchten, dass sich die Stimmungsmache gegen Minderheiten und Andersdenkende nach der Wahl in Diskriminierungen oder handfester Gewalt entlädt. Geben Sie aufeinander acht und holen Sie sich Hilfe bei Antidiskriminierungsstellen, wenn Sie im Job oder bei Alltagsgeschäften benachteiligt werden. Der demokratische Rechtsstaat steht an Ihrer Seite“, betonte Ferda Ataman. Sie bietet den örtlichen Antidiskriminierungsstellen Hilfe bei der Beratung an, zum Beispiel bei der Beratung Betroffener zu Diskriminierungen im Alltag.